Briefe, Tagebücher, Gedanken

Bezeichnung Wert
Titel
Briefe, Tagebücher, Gedanken
Verfasserangabe
Karl F. Schinkel
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Wiesbaden
Jahr
ISBN10
3-86539-083-8
ISBN13
978-3-86539-083-7
Schlagwort
Annotation
Angaben aus der Verlagsmeldung Briefe, Tagebücher, Gedanken / von Karl F Schinkel Der Süden ist das Sehnsuchtsland der Deutschen. Wurde man erst dort zum wirklichen Dichter, Maler, Architekten? Seit dem 17. Jahrhundert gehörte die Reise nach Rom für deutsche Künstler nicht mehr zu den ungewöhnlichen Unternehmungen. Sie war eine Station der Ausbildung. Es war nur konsequent, dass Schinkel sich einen Jugendtraum erfüllte, als er knapp 10 Jahre nach seiner Ankunft in Berlin zu seiner ersten Tour nach Italien aufbrach. "Tausendmal versuchte man auszusprechen", so der staunende Reisende aus dem Norden, "was der Geist auf diesem Fleck empfand, und häufte fruchtlos leere Töne, zu schweigen ist gewiss das weiseste..." Betrachtungen und Reflexionen werden niedergeschrieben; Briefe und Tagebücher spiegeln seine Eindrücke. Zurück in Berlin malt Schinkel italienische Motive, Schaubilder, die eine überraschende Begabung des Architekten zeigen. Diese neuartigen und wirkungsvollen, später Dioramen genannten perspektivisch-optischen Gemälde und Prospekte, die - häufig unter Musikbegleitung bei künstlicher Beleuchtung dargeboten werden - entsprechen dem Unterhaltungsbedürfnis der Zeit. Nach einem zweiten Aufenthalt in Rom ist es so weit: Schinkel baut ein Museum als Tempel der Kunst, das nicht nur der schönen Anschauung zu dienen hätte, sondern der Bildung der Bürger und damit der Erziehung zur Tugend. Seine Front mit den 18 ionischen Säulen zitiert effektvoll die Antike, der Kuppelsaal im Inneren aber, die Rotunde, stellte sich jedem Gebildeten sogleich als eine Huldigung an das Pantheon in Rom dar. Ein Denkmal des Südens inmitten der preußischen Residenz - Berlins erstes Museum, das "Alte Museum".