Das Riesenmädchen und die Minipopps

Bezeichnung Wert
Titel
Das Riesenmädchen und die Minipopps
Untertitel
Roman für Kinder
Verfasserangabe
Donaldson, Julia
Medienart
Person
Verlag
Ort
Weinheim
Basel
Jahr
Umfang
223 S.
ISBN10
3-407-79910-1
ISBN13
978-3-407-79910-4
Annotation
(ab 8) Rezension: Nach den erfolgreichen "Grüffelo"-Geschichten bleibt auch Donaldsons neuer Kinderroman dem Phantastischen verhaftet, das sie dieses Mal ins direkte Spannungsfeld zwischen Realität und Fiktionalität rückt. Gespickt mit Zitaten und Versatzstücken aus "Gullivers Reisen", "Hans und die Bohnenranke" und "The Incredible Shrinking Man" entwirft Donaldson eine Zwei-Welten-Theorie, die durch den Einbruch des Fiktionalen ins Reale, des Kleinen ins Große besondere Pressants erhält und sich phasenweise wie ein Thriller liest. Wie in "Hans und die Bohnenranke" wächst eine überdimensionale Bohne von der Erde ins Reich der Riesen. Unten wie oben glaubt man nicht an die Existenz der anderen Welt. Bei den Riesen ist die verkleinerte Parallelwelt zur Gute-Nacht-Geschichte geschrumpft, von der die kleine Riesin Megalilli nicht genug kriegen kann. Sie ist es auch, die zu den Menschen hinuntersteigt und drei Kinder (in der Sprache der Riesen: dink Minipopps), ein Schaf (Wimmusch) und einen Rasenmäher (Schoffelschopper) mit nach oben, nach Magrolonien, nimmt. Geschickt setzt Donaldson die lautmalerische Sprache der Riesen (magrolonisch) im Text ein, sodass man kaum im mitgelieferten Wörterbuch nachsehen muss. Die Übersetzung von Mirjam Pressler zeugt nicht nur hierbei von besonderem Geschick. Megalilli ist um ihre kleine Beute zu Beginn außerordentlich bemüht, doch schafft sie es nicht, die kleinen Menschen von ihrem Bruder fern zu halten, der allerhand Experimente mit ihnen durchführt: Da gibt es Seestürme in der Badewanne und einen Angriff von Rieseninsekten. Zu allem Überfluss bekommt Megalilli noch eine Katze, die die Flucht der gewieften Kinder zwar erschwert, nicht aber verhindern kann. Am Ende zeigt sich, dass eine gemeinsame Sprache viele Barrieren überwinden hilft. Das jüngste der Kinder - kaum der eigenen Sprache mächtig - hat magrolonisch gelernt und überzeugt die sie verfolgenden Riesenkinder mit wenigen Worten, sodass sie am Schluss ein versöhnliches Oggelewipp (Auf Wiedersehen) rufen können. *ag* Nico Kalteis|
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